Kilian Kittl

Kilian Kittl

European Beer Star in guten Händen

Brauer und Mälzer hat Kilian Kittl gelernt; in der Schlossbrauerei Stein in Stein an der Traun. Studium in Weihenstephan. Bachelor. Arbeitsaufenthalt in den USA. Danach Masterstudium und Werkstudent im Vertrieb bei Krones, Werk Steinecker. Nach dem Abschluss drei Jahre Projektleiter im internationalen Anlagenbau. „Ich habe noch heute besten Kontakt zu den ehemaligen Kollegen; möchte keine Sekunde missen“.

Kittl ist seit Mai 2020 Projektleiter European Beer Star. „Dank dem tollen Team habe ich mich schnell eingelebt“.

Kilian Kittl im Interview

Hattest du den European Beer Star schon gekannt? 

Ja. Aber ich hatte mir keine Gedanken gemacht, wie es um seine Reputation steht. 

Wo steht er nun, Deiner Meinung nach?

Man merkt an den Gesprächen in der Branche: national und international enorm bedeutend.

Was macht die Qualität aus?

Der hohe Standard, den wir uns setzen. In Bezug auf Juroren, Hygiene-Maßnahmen, Kommunikation, Kategorien und die Olympische Prämierung.

Kann man überhaupt noch etwas besser machen? 

Man kann sich immer verbessern. Etwa bei der Digitalisierung, oder bei der Professionalisierung des Versandes.

Werdet ihr am „Olympic Pricing“ festhalten? Oder mehr Gold ausschütten?

Wir haben in jeder Kategorie drei Gewinner, nicht mehr, nicht weniger. Das heißt natürlich nicht, dass die Biere auf Platz vier, fünf, sechs schlecht sind. An der Spitze geht es oft nur um Nuancen.

2020. Was war die größte Herausforderung? 

Wir mussten sehr flexibel sein, vor allem in Hinblick auf Hygiene-Aspekte. Aber zurzeit hat jeder Verständnis. Man kann mit vielen Leuten gut zusammenarbeiten. Das ist ein schönes Zeichen.

Ihr musstet 2020 mit weniger Juroren auskommen.

Mit etwa der Hälfte – bei annähernd gleicher Anmeldezahl. Eine harte Arbeit für alle.

Wohin willst du mit dem European Beer Star?

Wir wollen weiter wachsen, punkto Menge und Qualität. Und neue Länder erschließen.

Neue Länder?

Es gibt Märkte mit vielen Bieren, in denen wir noch nicht vertreten sind.

Zum Beispiel?

In Indien. Ein Riesenmarkt mit großer Craftbeer Szene. Auch aus Afrika gibt es packende Geschichten zu erzählen.

Welche Maßnahmen sind geplant?

Ich möchte Kooperationen mit anderen wichtigen Wettbewerben stärken, „Vor-Ort-Präsenz“ zeigen.

The Global Family!

Es ist mir wichtig, dass wir auch international zusammenarbeiten. Etwa gemeinsam mit der Beviale Family. Also zum Beispiel mit Craft Beer China, Craft Drinks India, Craft Beer Italy, BevialeMoscow, BevialeMéxico. Die Krise zeigt, wie wichtig es ist, aufeinander Acht zu geben. Ich hoffe, das wird „danach“ so bleiben.

Foto: (c) Sepp Wejwar